Einleitung: Warum es wichtig ist, die eigene Windows-Version zu kennen
Ob Sie einen neuen Drucker installieren, ein Spiel starten oder eine aktuelle Sicherheitslücke prüfen möchten – immer wieder stehen Sie vor der Frage: Welche Windows-Version läuft eigentlich auf meinem Rechner? Viele Anwender öffnen tagtäglich ihren Computer, ohne je einen Blick auf die genaue Bezeichnung des Betriebssystems zu werfen. Dabei ist die Kenntnis der Edition, der Version und der Buildnummer unverzichtbar, wenn es um Kompatibilität, Updates oder den technischen Support geht. Windows 10 und Windows 11 sehen sich auf den ersten Blick ähnlich, unterscheiden sich aber in zahlreichen Details. Auch innerhalb einer Version gibt es verschiedene Ausgaben wie Home, Pro, Education oder Enterprise, die unterschiedliche Funktionen bieten. Ebenso wichtig ist die Buildnummer, die anzeigt, ob alle aktuellen Patches installiert sind. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen fünf einfache und zuverlässige Methoden, mit denen Sie schnell und ohne Umwege herausfinden, welches Windows Sie besitzen. Jede Methode eignet sich für eine andere Situation – ob Sie lieber mit der Maus arbeiten, die Tastatur bevorzugen oder einen Blick in die Systemtiefen werfen möchten.
Methode 1: Das winver-Dialogfenster – der schnellste Weg
Der wohl bekannteste Trick, um die Windows-Version zu ermitteln, ist der Befehl winver. Drücken Sie gleichzeitig die Windows-Taste und die R-Taste, um das Ausführen-Fenster zu öffnen. Geben Sie dort winver ein und bestätigen Sie mit OK oder der Eingabetaste. Es öffnet sich ein kleines Fenster mit dem Windows-Logo, das alle wichtigen Informationen auf einen Blick zeigt: die Edition (zum Beispiel Windows 11 Pro), die Version (etwa 23H2) und die Buildnummer. Letztere wird oft für die Fehlersuche benötigt, denn sie verrät, ob Ihr System auf dem neuesten Stand ist. Die winver-Methode funktioniert in allen Windows-Versionen von Windows 95 bis Windows 11 und benötigt keine Administrationsrechte. Sie ist ideal, wenn Sie schnell eine Auskunft benötigen und keine Menüs durchsuchen möchten. Einziger Nachteil: Sie sehen nicht die Architektur (32-Bit oder 64-Bit) und auch nicht den genauen Installationszeitpunkt. Dafür ist diese Vorgehensweise extrem ressourcenschonend und auch auf älteren Rechnern sofort ausführbar.

Um die winver-Anzeige richtig zu interpretieren, hier eine kurze Erläuterung der Bestandteile: Die Edition gibt an, welche Funktionsstufe Sie erworben haben – Home ist für Privatanwender gedacht, Pro bietet zusätzliche Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen. Die Version (z. B. 22H2 oder 23H2) bezieht sich auf das jährliche Funktionsupdate. Die Buildnummer ist die genaue technische Bezeichnung des erstellten Systems. So steht beispielsweise die Build 22621 für das Windows 11 2022 Update. Vergleichen Sie diese Nummer mit den Angaben auf der offiziellen Microsoft-Supportseite, um sicherzustellen, dass alle Updates installiert sind. Ein großartiger Helfer ist der verlinkte Artikel von Microsoft, den wir Ihnen hier an die Hand geben: Microsoft Support – How to find your Windows version. Beachten Sie, dass der Pfad offiziell auf Portugiesisch hinterlegt ist, aber die Anleitung international gleich bleibt.
Die Schritte im Überblick als Liste:

- Windows-Taste + R drücken, um das Ausführen-Fenster zu öffnen.
- winver in das Textfeld eingeben und mit OK bestätigen.
- Das Dialogfenster zeigt Edition, Version und Buildnummer an.
- Die Angaben können Sie auf der Microsoft-Website mit den aktuellen Builds abgleichen.
- Das Fenster lässt sich durch Klick auf OK schließen.
Methode 2: Über die Einstellungen (System > Info) – der visuelle Weg
Seit Windows 10 ist die moderne Einstellungen-App die zentrale Anlaufstelle für Systeminformationen. Öffnen Sie das Startmenü und klicken Sie auf das Zahnradsymbol für die Einstellungen. Navigieren Sie dann zu System und wählen Sie den Punkt Info (manchmal auch als Systeminfo bezeichnet). In diesem Bereich finden Sie die Windows-Spezifikationen. Hier werden die Edition, die Version, die Buildnummer sowie die Installationsdatum und die Aktivierungsinformationen angezeigt. Zusätzlich erfahren Sie, ob Ihr Gerät über einen 64-Bit-Prozessor verfügt und welche Arbeitsspeicherkonfiguration vorliegt. Diese Methode eignet sich besonders, wenn Sie ohnehin gerade die Einstellungen geöffnet haben oder ein grafisch orientierter Benutzer sind. Sie müssen sich keine Tastenkombinationen merken – alles ist über Menüs erreichbar. Ein wichtiger Hinweis: In Windows 11 hat Microsoft die Darstellung leicht überarbeitet, sodass die Informationen nun unter System > Info noch übersichtlicher präsentiert werden. Achten Sie auf den Abschnitt Windows-Spezifikationen, der sowohl die Edition als auch die Version enthält.
Der Weg über die Einstellungen bietet den Vorteil, dass Sie gleichzeitig weitere Details wie den Gerätenamen, die Prozessorbezeichnung und die installierte RAM-Größe ablesen können. Das ist hilfreich, wenn Sie etwa die Kompatibilität einer neuen Software prüfen. Zudem sehen Sie hier, ob Ihr System bereits auf Windows 11 aktualisiert wurde – denn die Version lautet dann 23H2 (Stand Anfang 2025) mit Build 22631. Wenn Sie Windows 10 nutzen, endet die Version in der Regel mit 22H2. Die Buildnummern sind jedoch unterschiedlich. Wer sich unsicher ist, welches System er genau vor sich hat, findet in der Info-Seite eine klare Aussage. Microsoft stellt auf seiner Learn-Plattform eine ausführliche Anleitung zur Verfügung, die Sie hier erreichen: Microsoft Learn – Which version of Windows am I running?. Der Link führt Sie zur englischsprachigen Originalseite, die jedoch auch in anderen Sprachen verfügbar ist.

Methode 3: Systeminformationen (msinfo32) – die Profi-Methode
Fortgeschrittene Anwender und IT-Administratoren greifen gerne auf das Tool Systeminformationen zurück. Sie starten es, indem Sie die Tastenkombination Windows + R drücken und msinfo32 eingeben. Alternativ können Sie im Startmenü nach Systeminformationen suchen. Es öffnet sich ein umfangreiches Fenster, das weit mehr als nur die Windows-Version anzeigt. Unter dem Punkt Systemübersicht finden Sie jedoch die zentralen Angaben: Betriebssystemname, Version, Buildnummer, Systemhersteller und vieles mehr. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Detailtiefe. Sie sehen nicht nur die Edition, sondern auch das Installationsdatum, den Systemordnerpfad und die verfügbare physische Speicherkapazität. Wenn Sie etwa herausfinden möchten, ob Sie eine 32-Bit- oder 64-Bit-Version nutzen, gibt es hier eine eindeutige Zeile (Systemtyp). Auch die Aktivierungsstatusinformationen sind einsehbar. Für die reine Windows-Version ist msinfo32 vielleicht etwas überdimensioniert, aber wenn Sie ohnehin tiefer in die Systemkonfiguration eintauchen müssen, ist es das ideale Werkzeug.
Die Navigation in msinfo32 ist simpel: Klicken Sie auf Systemübersicht (erster Eintrag in der linken Baumstruktur). Im rechten Fensterbereich scrollen Sie nach unten bis zu den Zeilen, die mit OS beginnen. Dort steht der Betriebssystemname (z. B. Microsoft Windows 11 Pro), die Version (z. B. 10.0.22631 Build 22631) und der Hersteller (Microsoft Corporation). Die Versionsnummer 10.0.x ist übrigens verwirrend, denn Windows 11 trägt intern ebenfalls die Bezeichnung Version 10.0. Der Build-Teil verrät den Unterschied: Windows 11 Builds beginnen ab 22000, Windows 10 Builds enden unter 22000. Diese Unterscheidung ist für Entwickler und Supporter wichtig. Mithilfe von msinfo32 können Sie auch herausfinden, ob Ihr System eine bestimmte Windows-Feature-Experience-Version hat. Im Alltag reicht jedoch ein Blick auf die ersten drei Methoden vollkommen aus. Dennoch: Wer Wert auf eine vollständige Systemdokumentation legt, exportiert die Informationen aus msinfo32 am besten als Textdatei – das geht über Datei > Exportieren.

Methode 4: Die Eingabeaufforderung (CMD) – schnell und textbasiert
Ein weiterer direkter Zugang ist die über die Eingabeaufforderung (CMD). Öffnen Sie das Startmenü, geben Sie cmd ein und wählen Sie Eingabeaufforderung aus (muss nicht als Administrator ausgeführt werden für diese Abfrage). Geben Sie folgenden Befehl ein: systeminfo | findstr /B /C:OS Name /B /C:OS Version. Drücken Sie die Eingabetaste. Als Antwort erhalten Sie zwei Zeilen: die Betriebssystembezeichnung (z. B. Microsoft Windows 11 Pro) und die Versionsnummer (z. B. 10.0.22631). Der findstr-Befehl filtert die Ausgabe des systeminfo-Befehls, sodass Sie nicht die gesamte Systemübersicht durchblättern müssen. Falls Sie die Ausgabe für ein Skript oder eine Dokumentation benötigen, können Sie den Befehl auch in eine Textdatei umleiten: systeminfo | findstr /B /C:OS Name /B /C:OS Version > version.txt. Diese Methode ist extrem schnell und erfordert keine grafische Oberfläche – perfekt für Fernwartung oder wenn die Maus gerade nicht reagiert. Sie können auch den einfacheren Befehl ver verwenden, der nur die Versionsnummer ausgibt, allerdings ohne die Edition. Die Kombination aus systeminfo und findstr ist daher die genauere Wahl.
Beachten Sie: Die Ausgabe von systeminfo kann je nach System einige Sekunden dauern, da das Tool verschiedene Systemdaten ausliest. Der Befehl funktioniert in allen modernen Windows-Versionen und liefert selbst auf älteren Rechnern zuverlässige Ergebnisse. Ein weiterer Vorteil: Sie können den Befehl auch per PowerShell ausführen – dort heißt er dann Get-ComputerInfo. Für den schnellen Überblick reicht aber die klassische Eingabeaufforderung völlig. Microsoft dokumentiert diese Methode auf seiner offiziellen Learn-Seite, die wir bereits in Methode 2 verlinkt haben. Wenn Sie also ein Fan der Kommandozeile sind, ist dies Ihre bevorzugte Variante. Sie müssen sich keine Menüs merken, kein Fenster öffnen – einfach cmd starten und den Befehl absetzen. Das Ergebnis ist jederzeit reproduzierbar und maschinenlesbar.

Methode 5: Dieser PC > Eigenschaften – der Klassiker unter den Dateimanagern
Manchmal ist der einfachste Weg der direkteste. Öffnen Sie den Datei-Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Dieser PC (früher Arbeitsplatz) und wählen Sie Eigenschaften. Alternativ können Sie im Startmenü nach Diesen PC suchen und dann über das Kontextmenü Eigenschaften aufrufen. Es öffnet sich ein Fenster mit den grundlegenden Systeminformationen. Sie sehen dort die Windows-Edition (z. B. Windows 10 Home), die Systembewertung (falls vorhanden) und den Prozessortyp sowie die installierte Arbeitsspeichergröße. Unter dem Punkt Windows-Aktivierung steht, ob Ihr Betriebssystem aktiviert ist. Diese Methode ist besonders für weniger erfahrene Anwender geeignet, da sie ohne Tastaturkürzel auskommt und rein auf Mausklicks basiert. Der Nachteil: Die Anzeige ist etwas spartanisch und zeigt nicht die genaue Buildnummer. Für eine erste Einschätzung reicht es jedoch völlig aus. Viele Nutzer vergessen, dass dieser Weg existiert, aber er ist seit Windows 7 unverändert verfügbar. In Windows 11 wurde das Eigenschaften-Fenster optisch modernisiert, der Inhalt ist aber gleich geblieben.
Wie interpretieren Sie die Angaben? Die Edition steht direkt unter Windows-Edition. Wenn dort Windows 11 Home steht, laufen Sie auf der Heimversion. Bei Windows 10 Pro haben Sie Zugriff auf BitLocker und Remotedesktop. Der Systemtyp verrät, ob Ihr Prozessor 64-Bit-fähig ist und ob eine 64-Bit-Version von Windows installiert wurde. Diese Information ist entscheidend, wenn Sie Treiber oder Software installieren möchten – viele Hersteller bieten nur noch 64-Bit-Versionen an. Die Methodik über Dieser PC-Eigenschaften hat den Charme der Einfachheit und ist auf jedem Rechner sofort zugänglich. Sie müssen sich nicht in Untermenüs verlieren. Gerade wenn Sie mit einem fremden Computer arbeiten oder einem Freund helfen, ist dies die schnellste Art, ohne großartige Erklärungen die Basisinformationen zu erhalten.
Vergleich der Methoden in einer Tabelle
| Methode | Geschwindigkeit | Angezeigte Details | Erforderliche Rechte | IDEAL FÜR |
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| winver | Sofort | Edition, Version, Build | Keine | Schnelle Abfrage per T
Hinweis
Hinweis: Die Schritte können je nach Windows-Version leicht variieren.
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