Ursprung von Apps: Die Geschichte der Anwendungen

Einleitung: Die unsichtbare Revolution der Anwendungen

Jeder Mensch, der heute ein Smartphone besitzt, nutzt täglich Dutzende von Anwendungen. Ob zum Nachrichten lesen, Bankgeschäfte tätigen, Musik hören oder das Wetter prüfen – Apps sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch der Ursprung von Apps liegt weit vor der Zeit der Touchscreens und App Stores. Die Geschichte der Anwendungen begann in riesigen Rechenzentren der 1950er Jahre und entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte hinweg zu dem globalen Phänomen, das wir heute kennen. Dieser Artikel zeichnet den vollständigen Weg nach – von den ersten Mainframe-Programmen bis zur Öffnung der digitalen App-Ökonomie.

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Die 1950er Jahre: Erste Verwendung des Begriffs Anwendung

In den frühen Tagen der Computernutzung gab es noch keine grafischen Oberflächen oder gar mobile Geräte. Große Mainframe-Computer füllten ganze Räume und wurden von Unternehmen und Regierungen für rechenintensive Aufgaben eingesetzt. Der Begriff Anwendung – oder im Englischen application – wurde erstmals von IBM in den 1950er Jahren verwendet. Man bezeichnete damit spezifische Programme, die auf diesen Großrechnern liefen und genau definierte Aufgaben erfüllten, etwa die Bestandsverwaltung in Lagerhäusern oder die Finanzbuchhaltung. Diese Programme waren maßgeschneidert, teuer und nur von Experten bedienbar. Der Ursprung von Apps lag also in einer Welt der Exklusivität, in der Software für den Massenmarkt noch undenkbar war.

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Die 1960er Jahre: Die ersten universalen Softwarepakete

Im Laufe der 1960er Jahre begannen Programmierer, allgemeinere Lösungen zu entwickeln, die nicht nur für einen einzigen Kunden, sondern für mehrere Organisationen nutzbar waren. Ein frühes Beispiel war der Project Planner, ein Programm für Großrechner, das mathematische Berechnungen und Datenverarbeitung für Bauprojekte und Ingenieuraufgaben ermöglichte. Obwohl diese Anwendungen noch immer klobig und schwer zugänglich waren, legten sie den Grundstein für das Konzept der Standardsoftware. Die Idee, dass ein Programm für viele verschiedene Nutzer gleichzeitig nützlich sein könnte, war ein entscheidender Schritt. Ohne diese Entwicklung wäre der spätere Erfolg von Personal Computing und mobilen Apps nicht möglich gewesen.

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Die 1970er und 1980er Jahre: Aufstieg des Personal Computers und der Begriff Anwendung setzt sich durch

Mit der Entwicklung der ersten Betriebssysteme wie CP/M und später MS-DOS wurde es möglich, Programme einfacher auszuführen und zu verwalten. In den 1970er Jahren kamen die ersten Personal Computer auf den Markt, darunter der Apple II und der IBM PC. Nun konnten auch kleine Unternehmen und Privatpersonen Rechner nutzen. Der Begriff Anwendung wurde allmählich zum Standardwort für Software, die einen konkreten Nutzen für den Anwender hatte. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Datenbanken wurden zu den ersten Killer-Anwendungen. Die Geschichte der Anwendungen in dieser Dekade war geprägt von der Demokratisierung der Rechenleistung. Aus den frühen Programmen wurden Produkte, die man im Laden kaufen und auf Diskette installieren konnte.

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Die 1990er Jahre: Erste mobile Anwendungen und die Geburtsstunde des App Stores

Die 1990er Jahre läuteten eine radikale Veränderung ein: den Einzug von Software in mobile Geräte. Schon 1993 beziehungsweise 1994 brachte IBM mit dem IBM Simon ein Gerät auf den Markt, das heute als erster Smartphone gilt. Simon verfügte über einen Touchscreen und vorinstallierte Anwendungen wie Kalender, Adressbuch und Notizblock. Zeitgleich entstand die Idee des digitalen Vertriebs. Im Jahr 1991 wurde der Electronic AppWrapper vorgestellt, ein Katalog für den Verkauf von Anwendungen auf elektronischem Weg. Sechs Jahre später eröffnete das Unternehmen SUSE den ersten offiziellen Online-Store für Software. Diese frühen Vertriebswege waren noch nicht mit heutigen Stores vergleichbar, aber sie legten das Fundament für die spätere App-Ökonomie. Parallel dazu eroberte ein einfaches Spiel die Welt: Snake, das Ende der 1990er Jahre auf fast jedem Nokia-Telefon vorinstalliert war. Snake gilt als die erste global populäre mobile Anwendung und bewies, dass auch auf kleinen Bildschirmen große Unterhaltung möglich ist.

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Im Folgenden sind die wichtigsten Meilensteine der 1990er Jahre zusammengefasst: - 1991: Electronic AppWrapper erster Katalog für elektronische App-Verkäufe. - 1993/1994: IBM Simon erster Smartphone mit Kalender und Notizblock. - 1996: SUSE erster offizieller Online-Store für Software. - Späte 1990er: Snake-Spiel auf Nokia-Handys wird weltweit populär. Diese Ereignisse zeigen, dass der Ursprung von Apps im mobilen Bereich früher lag, als viele vermuten.

Die Revolution ab 2007: iPhone und die Öffnung der App Stores

Der wirkliche Durchbruch kam mit der Einführung des Apple iPhone im Jahr 2007. Steve Jobs präsentierte nicht nur ein Telefon, sondern einen kleinen Computer, der mithilfe von Anwendungen nahezu jede Aufgabe erledigen konnte. Zunächst waren nur vorinstallierte Apps verfügbar, doch bereits ein Jahr später, 2008, öffnete Apple den App Store. Gleichzeitig startete Google den Android Market – den Vorläufer des heutigen Google Play Store. Diese beiden Plattformen veränderten die Softwareindustrie grundlegend. Die folgende Tabelle vergleicht die Startbedingungen der beiden großen Stores:

App Store (Apple): Start Juli 2008, anfangs rund 500 Anwendungen, kuratiertes Modell mit strengen Qualitätskontrollen. Android Market (Google): Start Oktober 2008, anfangs wenige hundert Anwendungen, offenes Modell mit weniger Einschränkungen. Beide Stores wuchsen rasant und ermöglichten es unabhängigen Entwicklern, ihre Kreationen einem globalen Publikum anzubieten. Die Geschichte der Anwendungen erreichte damit eine völlig neue Dimension: Software wurde zu einem alltäglichen, ständig verfügbaren Gut. Jeder Nutzer konnte aus einer riesigen Auswahl wählen und in Sekundenschnelle installieren.

Der Einfluss der App-Ökonomie auf Wirtschaft und Gesellschaft

Mit der Öffnung der Stores entstand ein vollkommen neuer Wirtschaftszweig. Allein die App-Wirtschaft generiert heute Milliardenumsätze und beschäftigt Millionen von Entwicklern, Designern und Vermarktern. Der Ursprung von Apps führte von einfachen Werkzeugen für Großrechner hin zu einer Plattform, die ganze Branchen umwälzte. Taxiunternehmen wurden durch Uber herausgefordert, Hotels durch Airbnb, und die Musikindustrie durch Streaming-Dienste. Die Anwendungen ermöglichten neue Geschäftsmodelle, die vorher undenkbar waren. Gleichzeitig veränderten Sie das Nutzerverhalten: Menschen verbringen durchschnittlich mehrere Stunden pro Tag in Apps, sei es zum Kommunizieren, Lernen oder Einkaufen. Die Geschichte der Anwendungen ist daher auch eine Geschichte der Digitalisierung des Alltags.

Fazit: Vom Mainframe zur Hosentasche

Der Weg von den ersten IBM-Programmen der 1950er Jahre bis zu den heutigen Smartphone

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Hinweis Die Inhalte dienen nur zur allgemeinen Information und ersetzen keine fachliche Beratung.
Autor

Stefano Barcellos

Mitwirkender bei Visite Barbados.

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