Druckertreiber aktualisieren: So gehts richtig

Warum die Aktualisierung des Druckertreibers wichtig ist

Ein Drucker funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die Kommunikation zwischen dem Gerät und dem Betriebssystem reibungslos verläuft. Diese Schnittstelle wird durch den Druckertreiber gesteuert, eine spezielle Software, die alle Druckbefehle übersetzt und an den Drucker weiterleitet. Viele Nutzer vernachlässigen die Aktualisierung dieses Treibers, obwohl veraltete Versionen häufig zu Problemen führen. Typische Anzeichen sind Druckaufträge, die in der Warteschlange hängen bleiben, seltsame Formatierungsfehler oder die Meldung, dass der Drucker nicht gefunden wird. Ein aktueller Treiber behebt nicht nur solche Störungen, sondern verbessert auch die Druckgeschwindigkeit und ermöglicht oft zusätzliche Funktionen. Betriebssystemupdates von Windows oder macOS verlangen zudem, dass der Treiber mit der neuen Umgebung kompatibel ist. Wer also regelmäßig seine Druckertreiber aktualisiert, sorgt für eine stabile Performance und verlängert die Lebensdauer des Geräts. Sicherheitslücken in älteren Treibern sind ein weiteres Risiko, da sie potenzielle Angriffspunkte für Malware darstellen können. Aus diesen Gründen lohnt es sich, den Prozess der Treiberaktualisierung zu verstehen und in die Routine aufzunehmen.

Vorbereitung: Druckermodell und Betriebssystem identifizieren

Bevor Sie mit der Aktualisierung beginnen, benötigen Sie zwei wichtige Informationen: das genaue Modell Ihres Druckers und die Version Ihres Betriebssystems. Diese Angaben sind entscheidend, weil ein Treiber, der für ein anderes Modell oder eine andere Windows-Version ausgelegt ist, nicht funktioniert oder sogar Fehler verursacht. Die Modellnummer finden Sie in der Regel auf einem Aufkleber an der Rückseite oder Unterseite des Druckers. Bei älteren Geräten kann die Nummer auch im Handbuch oder auf der Verpackung stehen. Notieren Sie sich die vollständige Bezeichnung, die oft aus Buchstaben und Zahlen besteht, etwa HP LaserJet Pro M404dn oder Canon PIXMA TS6350.

Die Betriebssystemversion rufen Sie in Windows über die Tastenkombination Windows-Taste und I auf, dann wählen Sie System und Info. Dort sehen Sie, ob Sie Windows 10 oder Windows 11 verwenden und ob es sich um die 32-Bit- oder 64-Bit-Architektur handelt. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, da 64-Bit-Treiber nicht auf einem 32-Bit-System laufen und umgekehrt. Bei macOS finden Sie die Version unter dem Apfel-Menü und Über diesen Mac. Notieren Sie sich auch diese Angaben, damit Sie später die richtige Datei auswählen können.

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Ein hilfreicher Schritt vor der Suche nach Treibern ist die Überprüfung, ob der Drucker ordnungsgemäß mit dem Computer verbunden ist. Ist das Gerät über USB angeschlossen, sollte das Kabel fest sitzen. Bei Netzwerkdruckern stellen Sie sicher, dass der Drucker im selben Netzwerk erreichbar ist. Eine einfache Methode, um den Modellnamen zu verifizieren, ist das Drucken einer Konfigurationsseite direkt über das Druckermenü. Viele Geräte bieten diese Option unter Einstellungen oder Info an. Halten Sie die folgenden Informationen bereit:

- Druckermodell (vollständige Bezeichnung inklusive Seriennummer, falls nötig)
- Betriebssystemtyp (Windows 10, Windows 11, macOS Ventura usw.)
- Systemarchitektur (32-Bit oder 64-Bit)
- Art der Verbindung (USB, WLAN, Ethernet)

Methode 1: Aktualisierung über den Geräte-Manager

Die direkteste Möglichkeit, einen Druckertreiber in Windows zu aktualisieren, ist der Geräte-Manager. Dieses integrierte Tool erkennt die angeschlossene Hardware und kann automatisch nach neueren Treibern suchen. Öffnen Sie den Geräte-Manager, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Startmenü klicken und den entsprechenden Eintrag auswählen. Alternativ können Sie das Suchfeld verwenden und Geräte-Manager eingeben. In der Liste der Geräte finden Sie unter Drucker oder Druckwarteschlangen Ihren Drucker. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Druckernamen und wählen Sie Treiber aktualisieren. Es öffnet sich ein Fenster mit zwei Optionen:

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Wählen Sie Automatisch nach aktueller Treibersoftware suchen. Windows sucht dann im eigenen System und im Internet nach passenden Treibern. Falls ein neuer Treiber gefunden wird, wird er automatisch heruntergeladen und installiert. Diese Methode funktioniert besonders gut, wenn der Drucker weit verbreitet ist und Microsoft die Treiber in seiner Datenbank hat. Allerdings kann es vorkommen, dass Windows meldet, dass der beste Treiber bereits installiert sei, obwohl der Hersteller eine neuere Version anbietet. In diesem Fall sollten Sie zur manuellen Installation übergehen oder die Suche auf dem Computer einschränken.

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass sie keine zusätzlichen Programme erfordert und auch für weniger erfahrene Nutzer einfach durchführbar ist. Der größte Nachteil besteht darin, dass die Treiberdatenbank von Windows nicht immer die aktuellsten Versionen enthält. Gerade bei Modellen, die schon einige Jahre auf dem Markt sind, lohnt sich ein Besuch auf der Website des Herstellers. Dennoch ist der Geräte-Manager ein guter erster Schritt, um zu prüfen, ob eine grundlegende Aktualisierung möglich ist.

Methode 2: Manuelle Installation heruntergeladener Treiber

Wenn der automatische Weg im Geräte-Manager nicht zum Ziel führt, können Sie einen Treiber manuell installieren. Dazu laden Sie die entsprechende Datei von der offiziellen Website des Druckerherstellers herunter. Gehen Sie auf die Supportseite, geben Sie Ihr Druckermodell in die Suchleiste ein und gelangen Sie zum Bereich Treiber und Downloads. Dort wählen Sie die passende Betriebssystemversion und die Architektur aus. Laden Sie das Installationspaket herunter, das oft als EXE- oder MSI-Datei vorliegt. Bei manchen Herstellern gibt es separate Pakete für den Druckertreiber und für zusätzliche Software wie Scansoftware oder Statusmonitore.

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Nach dem Download öffnen Sie die Datei und führen die Installation aus. In vielen Fällen startet ein Assistent, der Sie Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Sie müssen möglicherweise die Verbindungsart angeben oder den Drucker einschalten, wenn die Software danach fragt. Falls Sie den Treiber lieber über den Geräte-Manager installieren möchten, können Sie die heruntergeladene Datei entpacken und dann im Geräte-Manager die Option Durchsuchen Sie meinen Computer nach Treibersoftware wählen. Navigieren Sie zu dem Ordner, in dem die entpackten Dateien liegen, und lassen Sie Windows den Treiber dort suchen. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn der Treiber nicht als ausführbare Datei, sondern als INF-Datei bereitgestellt wird.

Die manuelle Installation gibt Ihnen die volle Kontrolle darüber, welche Version aufgespielt wird, und Sicherheitsbedenken lassen sich minimieren, weil Sie direkt von der vertrauenswürdigen Quelle laden. Achten Sie darauf, dass Sie nicht versehentlich einen Treiber von einer Drittanbieterwebseite herunterladen, da dieser veraltet oder mit Schadsoftware versehen sein könnte. Offizielle Herstellerseiten sind die einzige sichere Quelle. Nach der Installation sollten Sie den Drucker einmal ausschalten und wieder einschalten, damit die Änderungen wirksam werden.

Methode 3: Herstellertools und Software zur Treiberaktualisierung

Viele Druckerhersteller bieten eigene Programme an, die die Treiberaktualisierung automatisieren und oft auch zusätzliche Funktionen wie die Fehlerdiagnose oder die Überwachung des Tintenstands bereitstellen. Diese Tools erkennen das angeschlossene Modell selbstständig und suchen im Hintergrund nach neuen Versionen. Beispiele sind HP Smart für HP-Drucker, Canon IJ Printer Assistant Tool oder Epson Print Utility. Diese Anwendungen können direkt von der Supportseite des Herstellers heruntergeladen werden. Sie sind in der Regel benutzerfreundlich und führen den Nutzer durch den gesamten Prozess.

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Ein weiterer Vorteil dieser Tools: Sie installieren nicht nur den Treiber, sondern auch notwendige Begleitprogramme, die den Drucker optimal unterstützen. Bei Netzwerkdruckern übernehmen sie oft die WLAN-Konfiguration und helfen dabei, den Drucker im Netzwerk zu finden. Allerdings sind diese Programme manchmal sehr umfangreich und belegen Speicherplatz. Wenn Sie nur den Treiber aktualisieren möchten, können Sie die Installation auf den reinen Treiber reduzieren, indem Sie im Installationsassistenten die entsprechenden Komponenten abwählen. Die folgende Tabelle zeigt einige bekannte Herstellertools und deren Hauptfunktionen:

Hersteller Tool-Name Hauptfunktionen
HP HP Smart Treiberupdate, Drucküberwachung, Fehlerbehebung, Bestellungen
Canon Canon IJ Printer Assistant Tool Treiberupdate, Druckkopfreinigung, Statusanzeige
Epson Epson Print Utility Treiberupdate, Scansteuerung, Netzwerkeinrichtung
Brother Brother iPrint&Scan Treiberupdate, Scannen, Drucken, Geräteverwaltung

Die Verwendung solcher Tools ist besonders für Nutzer geeignet, die regelmäßig aktualisieren möchten, ohne jedes Mal die Webseite des Herstellers manuell aufsuchen zu müssen. Nach der Installation des Tools können Sie es so einstellen, dass es automatisch nach Updates sucht. Bedenken Sie jedoch, dass diese Programme nur von den offiziellen Quellen bezogen werden sollten, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Häufige Probleme und deren Lösung

Bei der Aktualisierung von Druckertreibern können verschiedene Stolpersteine auftreten. Ein häufiges Problem ist, dass Windows nach der Installation des neuen Treibers den Drucker nicht mehr erkennt. Dann hilft es oft, den Drucker vom Stromnetz zu trennen, einige Sekunden zu warten und wieder anzuschließen. Auch ein Neustart des Computers kann Wunder wirken. Falls der Drucker als unbekanntes Gerät im Geräte-Manager angezeigt wird, entfernen Sie den Eintrag mit der rechten Maustaste und starten Sie den Computer neu. Windows installiert den Treiber dann neu.

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Ein weiteres Problem ist, dass der Treiber zwar installiert wird, aber der Druckauftrag nicht ausgeführt wird. Prüfen Sie in diesem Fall die Druckerwarteschlange: Entfernen Sie alle hängenden Aufträge und setzen Sie den Drucker zurück. Manchmal liegt es daran, dass der falsche Treiber ausgewählt wurde. Vergewissern Sie sich, dass der Treiber exakt zu Ihrem Modell passt. Verwechslungen passieren leicht, wenn ein Hersteller ähnliche Modellnummern hat. Lesen Sie die Beschreibung auf der Downloadseite genau. Wenn Sie einen passenden Treiber installiert haben, aber trotzdem Probleme auftreten, kann es sein, dass ältere Treiberreste die Funktion blockieren. In diesem Fall empfiehlt es sich, zuerst alle alten Treiber zu deinstallieren, bevor Sie den neuen aufspielen. Dazu gehen Sie in die Systemsteuerung unter Programme und Funktionen, suchen alle Einträge, die auf Ihren Drucker hinweisen, und entfernen sie. Ein Neustart schließt sich an.

Ein Trick, der viele Probleme löst, ist die Verwendung des Windows-eigenen Troubleshooters. Unter Einstellungen, Update und Sicherheit, Fehlerbehebung finden Sie den Drucker-Troubleshooter. Er analysiert die Verbindung und die Treiber und schlägt automatisch Lösungen vor. Auch wenn dieser Assistent nicht immer die Ursache behebt, gibt er oft wertvolle Hinweise. Bei Netzwerkdruckern kann es helfen, den Drucker über die IP-Adresse anstatt über den Namen anzusprechen, falls die Namensauflösung nicht funktioniert. Die IP-Adresse finden Sie im Netzwerkmenü des Druckers.

Nach der Installation: Testseite drucken und Überprüfung

Sobald der Treiber installiert ist, sollten Sie prüfen, ob alles korrekt läuft. Die einfachste Methode ist der Druck einer Testseite. In Windows gehen Sie zu Einstellungen, Geräte, Drucker und Scanner. Wählen Sie Ihren Drucker aus und klicken Sie auf Verwalten. Dort finden Sie die Option Testseite drucken. Windows sendet dann einen Druckauftrag mit Grafik und Text, der zeigt, ob die Kommunikation funktioniert. Wenn die Testseite sauber ausgegeben wird, ist die Treiberaktualisierung erfolgreich abgeschlossen. Falls die Seite fehlerhaft ist oder gar nicht gedruckt wird, wiederholen Sie die Schritte oder versuchen Sie eine andere Installationsmethode.

Zusätzlich zur Testseite sollten Sie die Druckereigenschaften überprüfen. Öffnen Sie dazu wieder die Druckerverwaltung und klicken Sie auf Druckereigenschaften. Im Reiter Allgemein sehen Sie den Treibernamen und die Version. Notieren Sie sich diese Version, um sie später mit der Version auf der Herstellerseite zu vergleichen. So stellen Sie sicher, dass wirklich der neueste Treiber installiert ist. In manchen Fällen zeigt Windows eine ältere Versionsnummer an, obwohl Sie den neuesten Treiber verwendet haben. Das liegt daran, dass die Zahl intern anders formatiert wird. Ein Blick auf das Datum der Treiberdatei gibt dann Aufschluss. Eine aktuelle Treiberdatei sollte nicht älter als ein Jahr sein.

Überprüfen Sie auch die Funktionen wie Duplexdruck oder randloses Drucken, wenn Sie diese nutzen. Nach einem Treiberupdate kann es vorkommen, dass bestimmte Einstellungen zurückgesetzt werden. Rufen Sie daher die Druckereinstellungen auf und passen Sie die Standardoptionen wieder an. Wenn alles funktioniert, haben Sie die Aktualisierung erfolgreich abgeschlossen. Wiederholen Sie den Vorgang etwa alle sechs Monate oder immer dann, wenn Sie Probleme feststellen. So bleibt Ihr Drucker zuverlässig und gut in das System eingebunden.

Quellen und Referenzen

Die Informationen in diesem Artikel basieren auf offiziellen Dokumentationen und Anleitungen der Hersteller sowie auf Supportseiten von Microsoft. Folgende Quellen wurden verwendet: Microsoft Support zur Treiberaktualisierung (Download and install the latest printer drivers), HP Support zur Treiberaktualisierung (How to update drivers for a printer), Canon Support für MP Drivers, Lexmark Support zur Softwareinstallation und CCleaner Guide zur Treiberaktualisierung. Diese Quellen bieten vertiefende Informationen für spezifische Modelle und Betriebssysteme. Besuchen Sie die offiziellen Seiten der Hersteller, um die neuesten und sichersten Treiber zu erhalten.

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Hinweis Hinweis: Die genauen Schritte können je nach Druckermodell und Betriebssystem abweichen.
Autor

Stefano Barcellos

Mitwirkender bei Visite Barbados.

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