Was ist eine Sicherungstabelle für Leitungsschutzschalter?
Eine Sicherungstabelle für Leitungsschutzschalter, im Portugiesischen als Tabela de Disjuntores bekannt, ist eine unverzichtbare technische Richtlinie für Elektroinstallationen. Sie dient dazu, den richtigen Leitungsschutzschalter auszuwählen, der zu der verwendeten Kabelgröße und der angeschlossenen Last passt. Diese Tabelle wird besonders in Brasilien nach der Norm NBR 5410 angewendet. Sie stellt sicher, dass der Schutzschalter bei Überlast oder Kurzschluss auslöst, bevor das Kabel überhitzt und einen Brand verursacht. Die Tabelle korreliert die Stromstärke in Ampere mit dem Leiterquerschnitt in Quadratmillimetern. Dabei spielen die Installationsspannung (127 V, 220 V oder 380 V) und die Art der Verlegung eine Rolle. Ohne diese Tabelle riskiert man Überlastung der Leitungen oder Fehlauslösungen der Schalter.
Die wichtigsten Bestandteile einer Tabelle für Leitungsschutzschalter
Eine solche Tabelle enthält mehrere Schlüsselelemente. Zuerst gibt es die Spalte für den Nennstrom des Schutzschalters in Ampere. Dann folgt der zugehörige Kabelquerschnitt in Quadratmillimetern. Die Tabelle zeigt auch die maximale Belastbarkeit des Kabels an, abhängig von der Verlegeart. Wichtig ist die Angabe der Kurvencharakteristik des Schutzschalters. Die Kurven B, C und D sind die gebräuchlichsten. Kurve B wird für ohmsche Lasten wie Glühlampen und Heizgeräte verwendet. Kurve C eignet sich für mäßige induktive Lasten wie Standardmotoren und Klimaanlagen. Kurve D ist für hohe Einschaltströme, wie bei schweren Industriemotoren. In der Tabelle wird auch die Installationsspannung berücksichtigt. Bei 220 V sind die Werte anders als bei 127 V, da sich die Stromaufnahme der Geräte ändert.
Wie wird die Sicherungstabelle korrekt angewendet?
Die Anwendung erfordert eine genaue Kenntnis der elektrischen Lasten im Stromkreis. Zuerst müssen Sie die Gesamtleistung aller Verbraucher berechnen, die an einem Stromkreis angeschlossen werden. Dann teilen Sie diese Leistung durch die Spannung, um den Nennstrom zu erhalten. Dieser Strom darf den Wert des Leitungsschutzschalters nicht überschreiten. Die goldene Regel lautet: Der Nennstrom des Schutzschalters darf niemals die Strombelastbarkeit des Leiters überschreiten. Wenn ein Kabel beispielsweise maximal 20 Ampere führen kann, muss der Schutzschalter 20 Ampere oder der nächstkleinere Standardwert sein, also 16 Ampere. Die Norm NBR 5410 schreibt genau diese Abstufungen vor. Es ist auch wichtig, die Verlegeart zu beachten. Kabel in Rohren unter Putz haben eine geringere Wärmeableitung als Kabel in Luft. Die Tabelle gibt daher für jede Verlegeart separate Belastungswerte an.

Typische Werte für Hausinstallationen (220 V)
Für die gängige 220-Volt-Hausinstallation gibt es bewährte Standardwerte. Für Beleuchtungskreise mit 1,5 mm² Kabel wird ein 10-Ampere-Schutzschalter eingesetzt. Für allgemeine Steckdosen mit 2,5 mm² ist ein 16-Ampere-Schutzschalter üblich. In der Küche, wo stärkere Geräte wie Backöfen angeschlossen werden, kann ein 20-Ampere-Schutzschalter auf demselben Kabelquerschnitt nötig sein. Für Duschen mit hohem Stromverbrauch verwendet man 4 mm² oder 6 mm² Kabel mit 25 bis 32 Ampere Schutzschaltern. In industriellen oder stark belasteten Stromkreisen kann ein 40-Ampere-Schutzschalter auf 6 mm² Kabel eingesetzt werden. Die Tabelle hilft, diese Werte schnell zu finden. Ein typischer Wert ist, dass bei 2,5 mm² Kabel der maximale Dauerstrom bei 24 Ampere liegt, aber der Schutzschalter nur 20 Ampere haben darf. So bleibt eine Sicherheitsreserve.
Liste der gebräuchlichsten Absicherungen
Hier finden Sie eine Liste der häufigsten Absicherungen für verschiedene Anwendungen:
- 10 Ampere: Beleuchtung mit 1,5 mm², Kurve B für ohmsche Lasten.
- 16 Ampere: Allgemeine Steckdosen mit 2,5 mm², Kurve C für gemischte Lasten.
- 20 Ampere: Küchensteckdosen mit 2,5 mm², Kurve C für Herd und Backofen.
- 25 Ampere: Elektrodusche mit 4 mm², Kurve C für Dauerlast.
- 32 Ampere: Leistungsstarke Dusche mit 6 mm², Kurve C.
- 40 Ampere: Industriemaschinen mit 6 mm² oder 10 mm², Kurve D für Anlaufströme.
Jede dieser Kombinationen berücksichtigt die Norm NBR 5410 und die thermische Belastbarkeit der Kabel. Beachten Sie, dass diese Werte variieren können, wenn die Verlegeart ungünstig ist.

Tabelle: Zuordnung Kabelquerschnitt zu Schutzschalter (220 V, Verlegung in Rohr)
Die folgende Tabelle zeigt die gängigsten Zuordnungen für Hausinstallationen nach NBR 5410 bei 220 Volt und Verlegung in Rohren unter Putz. Die Werte sind Richtwerte und können je nach Kabeltyp abweichen.
| Kabelquerschnitt (mm²) | Maximaler Dauerstrom (A) | Empfohlener Schutzschalter (A) | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| 1,5 | 15,5 | 10 | Beleuchtung |
| 2,5 | 21,0 | 16 oder 20 | Steckdosen allgemein |
| 4,0 | 28,0 | 25 | Dusche, Backofen |
| 6,0 | 36,0 | 32 | Großgeräte |
| 10,0 | 50,0 | 40 | Industrie |
Diese Tabelle muss immer in Verbindung mit der spezifischen Installationsumgebung gelesen werden. Bei Verlegung in Kabelkanälen mit mehreren Leitern sinkt die Strombelastbarkeit.
Die Bedeutung der Norm NBR 5410
Die brasilianische Norm NBR 5410 ist die Grundlage für jede Sicherungstabelle. Sie definiert die Sicherheitsfaktoren für verschiedene Installationsmethoden. Die Norm gibt auch die zulässigen Spannungsabfälle und die Auslösecharakteristiken der Schutzschalter vor. In der Tabelle sind diese Faktoren bereits eingerechnet. Beispielsweise verlangt die Norm, dass ein Leitungsschutzschalter bei 1,45-fachem Nennstrom innerhalb einer Stunde auslösen muss. Die Tabelle stellt sicher, dass das Kabel diesen Strom noch aushält, bevor der Schalter auslöst. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Tabelle nicht nur den Schutz vor Überlast, sondern auch vor Kurzschluss gewährleistet. Der Kurzschlussstrom wird durch den Leitungswiderstand bestimmt. Die Tabelle enthält daher auch Prüfspalten für die Einhaltung der Auslösebedingungen. Wenn Sie eine Installation planen, müssen Sie immer die aktuelle Fassung der NBR 5410 verwenden. Veraltete Tabellen können zu gefährlichen Fehlern führen.

Auswahl der richtigen Kurve für den Schutzschalter
Die Kurvencharakteristik ist ein weiteres Merkmal, das in der Tabelle vorkommt. Kurve B hat einen Auslösebereich von 3 bis 5-fachem Nennstrom. Sie eignet sich für reine ohmsche Lasten. Kurve C löst zwischen 5 und 10-fachem Nennstrom aus. Sie ist der Standard für Steckdosen in Wohnungen. Kurve D benötigt 10 bis 20-fachen Nennstrom zum Auslösen und wird für Motoren mit hohem Einschaltstrom verwendet. Die Tabelle gibt für jede Anwendung die empfohlene Kurve vor. Falsche Kurven können zu Fehlauslösungen führen. Bei einem Motorstart könnte ein Schalter mit Kurve B ungewollt auslösen. Umgekehrt würde ein Schalter mit Kurve D bei einem Kurzschluss zu spät unterbrechen. Die Sicherungstabelle hilft, diese Fehler zu vermeiden. Sie ist daher ein unverzichtbares Werkzeug für Elektriker und Planer.
Praxisbeispiel: Dimensionierung einer Küchensteckdose
Angenommen, Sie installieren einen neuen Stromkreis für eine Küchenzeile. Sie haben einen Backofen mit 2000 Watt und einen Kühlschrank mit 500 Watt bei 220 Volt. Die Gesamtleistung beträgt 2500 Watt. Der Strom wird berechnet als 2500 W / 220 V = 11,36 Ampere. Sie wählen ein Kabel mit 2,5 mm² Querschnitt. Die Tabelle sagt, dass dieses Kabel maximal 21 Ampere führen kann. Sie wählen einen Schutzschalter mit 16 Ampere, Kurve C. Damit liegt der Schalter unter der Kabelbelastbarkeit und sicher über dem Betriebsstrom. Die Tabelle zeigt, dass 16 Ampere für 2,5 mm² zulässig sind. Sie müssen auch die Verlegeart berücksichtigen. Wenn das Kabel in einer Rohrleitung gemeinsam mit anderen Kabeln verlegt wird, reduzieren Sie die Belastbarkeit um einen Minderungsfaktor. Die Tabelle enthält oft Tabellen mit Korrekturfaktoren für solche Fälle.
Häufige Fehler bei der Nutzung der Tabelle
Ein weit verbreiteter Fehler ist, die Tabelle ohne Berücksichtigung der Verlegeart zu verwenden. Kabel in Wärme isolierten Wänden haben eine geringere Belastbarkeit. Ein weiterer Fehler ist, einen zu großen Schutzschalter zu wählen, weil man glaubt, mehr Reserve zu haben. Das führt zu gefährlicher Überlastung des Kabels. Auch die Vernachlässigung der Kurvencharakteristik ist riskant. Für einen Kühlkompressor muss Kurve C gewählt werden, nicht Kurve B. Manchmal wird auch der Nennstrom des Schutzschalters falsch abgelesen. Die Tabelle zeigt immer den Nennstrom, nicht den Auslösestrom. Der Auslösestrom liegt durch die Toleranzen etwas höher. Wichtig ist auch, dass die Tabelle nur für die angegebene Spannung gilt. Bei 127 Volt sind die Ströme höher. Viele Anwender verwechseln außerdem die maximale Kabelbelastbarkeit mit dem Nennstrom des Schalters. Die Tabelle ist so ausgelegt, dass der Schalter kleiner oder gleich der Kabelbelastbarkeit ist. Ein zu kleiner Schalter führt zu häufigen Fehlauslösungen, ein zu großer zu Brandgefahr.

Weitere Einflussfaktoren auf die Tabelle
Die Tabelle berücksichtigt auch die Umgebungstemperatur. In heißen Räumen müssen die Werte reduziert werden. Ebenso spielt die Anzahl der parallel verlegten Kabel eine Rolle. Die Norm NBR 5410 gibt dafür Minderungsfaktoren vor. In einer Sicherungstabelle, wie sie von Fachleuten genutzt wird, sind diese Faktoren manchmal schon eingerechnet. Bei einfachen Tabellen muss der Anwender sie selbst anwenden. Ein weiterer Faktor ist die Länge der Leitung. Bei langen Leitungen steigt der Widerstand, der Kurzschlussstrom sinkt. Die Tabelle prüft dann, ob der Schutzschalter noch sicher auslöst. Wenn nicht, muss ein größerer Kabelquerschnitt gewählt werden. Diese Informationen sind in detaillierten Tabellen enthalten. Für die tägliche Praxis in der Elektroinstallation reichen die Standardwerte jedoch meistens aus.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Die Sicherungstabelle für Leitungsschutzschalter ist ein zentrales Werkzeug für die Elektrosicherheit. Sie stellt sicher, dass der Schutzschalter und das Kabel optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Norm NBR 5410 ist die Grundlage für alle Werte. Für Beleuchtung reichen 10 Ampere auf 1,5 mm², für Steckdosen 16 Ampere auf 2,5 mm². Stärkere Geräte benötigen 25 oder 32 Ampere auf 4 oder 6 mm². Die Kurvencharakteristik muss zur Last passen: B für rein ohmsch, C für gemischt, D für hohe Anlaufströme. Fehlanwendungen führen zu Brand oder Ausfällen. Wer die Tabelle richtig nutzt, schützt Personen und Anlagen. Es gibt online detaillierte Tabellen von Fachseiten, die speziell auf brasilianische Verhältnisse zugeschnitten sind.
Quellenverzeichnis
Für die Erstellung dieses Artikels wurden folgende Quellen verwendet:

Arthur Harter, Tabelle der Schutzschalter Appliance spezifisch, abrufbar unter: https://arthurharter.github.io/disjuntores.html
Calculobra, Dimensionamento de Disjuntores Tabela por Circuito e Bitola, abrufbar unter: https://calculobra.online/blog/dimensionamento-de-disjuntores-tabela-por-circuito-e-bitola
CIDESP, Disjuntores Tabela Guia Residencial Completo, abrufbar unter: https://cidesp.com.br/artigo/disjuntores-tabela
Schneider Electric / Bras Distribuidora, Technisches Handbuch, abrufbar unter: https://www.brasdistribuidora.com.br/pdf/schneider_completo.pdf
Fame, DIN Disjuntor Technische Tabelle, abrufbar unter: https://api.fame (nicht vollständig erreichbar, daher als Referenz genannt)





